Baden mit Hund im Hinterland von Imperia

 

Drei Lieblingsplätze von Lume zwischen Wald, Fluss und Meer

Unser Hund Lume liebt Wasser. Dabei ist es eigentlich ganz gleich, ob es sich um eine kleine Gumpe im Wald, einen munteren Fluss oder das offene Meer handelt. Sobald irgendwo Wasser rauscht, plätschert oder glitzert, ist Lume kaum noch zu halten.

Für Spaziergänge mit Hund mögen wir deshalb besonders das Hinterland von Imperia. Während es an der Küste lebhaft zugeht, findet man rund um Prelà noch stille Wege, schattige Wälder und kleine Badestellen, die zwischen Felsen und dichtem Grün verborgen liegen. Schon der Weg dorthin gehört zum Erlebnis. Man läuft an alten Trockenmauern entlang, durchquert Olivenhaine und entdeckt Kapellen, verlassene Mühlen und Pfade, die aussehen, als seien sie seit vielen Jahren unverändert.

Das Schöne am ligurischen Hinterland ist, dass man sich hier praktisch überall zu Fuß bewegen kann. Alte Feldwege, Waldpfade und Wege durch die Olivenhaine verbinden die kleinen Orte miteinander und laden dazu ein, einfach loszugehen. Natürlich sollte man dabei Mauern, Pflanzen und Grundstücke respektieren und auf Hinweisschilder achten.

Auch die Hinterlassenschaften des Hundes gehören selbstverständlich eingesammelt. Das gilt nicht nur in den Dörfern und entlang der Straßen, sondern ebenso in den Olivenhainen. Was im Sommer wie eine stille, naturbelassene Wiese wirkt, ist ein bewirtschaftetes Stück Land. Irgendwann beginnt die Olivenernte, und dann sind genau dort Menschen unterwegs, die die Früchte vom Boden auflesen und Netze unter den Bäumen ausbreiten. Ein kleiner Beutel in der Tasche gehört deshalb für uns zu jedem Spaziergang dazu.

 

Zur Madonna dei Sette Dolori bei Casa Carli

Einer unserer liebsten Spaziergänge beginnt in der großen Straßenkurve ungefähr 200 Meter vor dem Ortseingang von Casa Carli bei Prelà. Der Einstieg ist recht unscheinbar, doch schon nach wenigen Schritten lässt man die Straße hinter sich und taucht in die stille Landschaft des Hinterlandes ein.

Der Weg führt zwischen Bäumen, Sträuchern und alten Steinmauern hindurch. Nach einer Weile kommt man an der verlassenen Kapelle Madonna dei Sette Dolori vorbei. Sie liegt still am Wegesrand und wirkt ein wenig verwunschen. Es ist einer dieser Orte, an denen man automatisch langsamer wird und sich fragt, wie viele Menschen wohl früher hier vorbeigekommen sind.

Nach der Kapelle folgt man dem Weg weiter und hält sich an den Gabelungen jeweils rechts. Mit jedem Schritt wird das Tal ursprünglicher. Irgendwann hört man das Wasser, noch bevor man es zwischen den Bäumen sehen kann. 

Am Fluss angekommen, beginnt für Lume der schönste Teil des Ausflugs. Zwischen Steinen und kleinen Becken findet sich fast immer eine Stelle zum Planschen, Waten oder Schwimmen. Je nach Jahreszeit und Wasserstand sieht der Fluss jedes Mal ein wenig anders aus. Gerade das macht diesen Ort so reizvoll.

Der Weg ist nicht ausgeschildert aber gut zu finden.

 

     

 

 

 

 

 

 

Von Caneto hinunter zum Wasser

Der zweite Weg beginnt an der Rotonda von Caneto. Da es im kleinen Ort nur wenige geeignete Parkmöglichkeiten gibt, stellen wir das Auto am liebsten in Praelo ab und gehen von dort zu Fuß an der Straße entlang nach Caneto.

Schon dieser erste Abschnitt vermittelt das besondere Gefühl des ligurischen Hinterlandes. Häuser, Gärten und Olivenhaine ziehen sich an den Berghängen entlang, und hinter jeder Kurve öffnet sich ein neuer Blick in das Tal. 

An der Rotonda folgt man der Verlängerung der Straße. Bald wird aus der Straße ein Feldweg, und es wird zunehmend ruhiger. Kurz hinter dem Wanderwegschild mit der Nummer 704  teilt sich der Weg. Dort nimmt man den linken Abzweig und geht anschließend immer geradeaus weiter.

 

 

 

Der Weg zieht sich angenehm durch die Landschaft und ist besonders für Hunde schön, die gerne etwas länger unterwegs sind. Lume nutzt die Strecke ausgiebig zum Schnüffeln und Erkunden. Am Ende wartet wieder der Fluss und damit die verdiente Abkühlung.   

Im Sommer gehen wir am liebsten früh am Morgen oder gegen Abend. Dann ist es auf dem Weg weniger heiß, und das Licht fällt besonders schön durch die Bäume. Obwohl das Ziel ein Fluss ist, sollte man für unterwegs genügend Trinkwasser für Mensch und Hund mitnehmen. Bis zum Wasser kann es bei sommerlichen Temperaturen länger werden, als man zunächst denkt.

 

 

 

Die kleine Badestelle zwischen Tavole und Villatalla

Nicht immer braucht es einen langen Spaziergang. Manchmal möchten wir einfach schnell ans Wasser, und Lume sowieso. Für solche Tage eignet sich die Badestelle zwischen Tavole und Villatalla besonders gut.

Das Auto kann man beim Partisanendenkmal abstellen. Von dort geht man bis kurz vor die Brücke. Auf der linken Seite führt ein schmaler Trampelpfad in den Wald. Der Einstieg ist leicht zu übersehen, weil der Weg je nach Jahreszeit etwas zugewachsen sein kann.

Sobald man den Pfad gefunden hat, verschwindet die Straße schnell hinter den Bäumen. Der Weg führt durch den Wald hinunter zum Wasser. Es ist kein ausgedehnter Spaziergang, sondern eher ein kleiner Abstecher zu einer besonders hübschen Badestelle.

Zwischen Felsen, Bäumen und üppigem Grün liegt das Wasser ruhig und geschützt. Für Lume ist das vollkommen ausreichend: hinein ins Wasser, wieder hinaus, kurz schütteln und gleich noch einmal hinein. Wer einen Hund hat, der ebenso gerne badet, kennt dieses Spiel vermutlich sehr gut.

Auf dem Abstieg sollte man vorsichtig sein. Der Waldboden kann feucht sein, und manche Steine sind glatt. Mit festen Schuhen ist der kurze Weg jedoch gut zu bewältigen.

Freilauf mit ein wenig Aufmerksamkeit

Auf den stillen Wegen im Hinterland gibt es viele Gelegenheiten, den Hund frei laufen zu lassen. Lume genießt es, vorauszulaufen, zurückzukommen und jeden interessanten Duft am Wegesrand gründlich zu untersuchen.

Trotzdem sollte man aufmerksam bleiben. Hinter einer Kurve können Spaziergänger, andere Hunde oder gelegentlich auch Wildtiere auftauchen. Ein zuverlässiger Rückruf ist deshalb wichtig.  

Auch am Wasser sollte man den Hund im Blick behalten. Nach starken Regenfällen können selbst kleine Flüsse überraschend viel Wasser führen. Die Strömung ist dann kräftiger, und Steine, die sonst gut begehbar sind, können rutschig oder vollständig überspült sein. Im Zweifel wartet man lieber auf einen ruhigeren Tag.

Und wenn Lume lieber ins Meer möchte?

So sehr Lume die Flüsse und Badebecken im Hinterland liebt, manchmal muss es einfach das  Meer sein. Dann fahren wir am liebsten an den Borgo Prino in Imperia.

Dort lässt sich ein Spaziergang am Wasser wunderbar mit einer Badepause verbinden. Während wir den Blick über das Meer genießen, prüft Lume meist schon sehr genau, an welcher Stelle der schnellste Weg ins Wasser führt.

Das Meer ist natürlich ein ganz anderes Badeerlebnis als ein stiller Fluss im Wald. Es riecht nach Salz, die Wellen rollen an den Strand, und am Horizont scheint die Welt plötzlich sehr weit zu werden. Für Lume gibt es jedoch offenbar keinen großen Unterschied. Wasser ist Wasser  und Wasser bedeutet Lebensfreude.

Das stille Ligurien auf vier Pfoten entdecken

Wer Ligurien nur von der Küste kennt, sollte sich unbedingt einmal mit Hund auf den Weg ins Hinterland machen. Dort warten keine großen Sehenswürdigkeiten und keine perfekt ausgeschilderten Rundwege. Stattdessen findet man schmale Pfade, alte Kapellen, schattige Wälder und kleine Flüsse, an denen man für eine Weile ganz für sich sein kann.

Man braucht nicht viel. Gute Schuhe, etwas Wasser, ein Handtuch für den Hund und natürlich ein paar Beutel für unterwegs genügen. Und dann folgt man einfach dem Weg, bis man das Wasser hört.

Lume weiß meistens schon lange vor uns, dass wir angekommen sind.

Als kleine Orientierungshilfe habe ich hier die Einstiege zu unseren Lieblingsbadestellen markiert: